Engelsburg

Ursprünglich diente die Engelsburg, oder auch Castel Sant'Angelo, als Mausoleum für Kaiser Hadrian. Der Bau begann noch zu Lebzeiten Hadrians und wurde 139 n.Chr. vollendet. In dem Mausoleum wurden neben Hadrian noch weitere Kaiser beigesetzt.

Beim Bau der Stadtmauer Roms durch Kaiser Aurelian, daher der Name aurelianische Mauer, wurde das Mausoleum als Zitadelle in die Befestigungsmauer mit einbezogen. So wurde die Burg aufgrund ihrer idealen Lage zur stärksten Festung der Stadt.

Im Laufe der Zeit diente die Engelsburg immer wieder als Zuflucht für einige Päpste und so ließ Papst Nikolaus III. die Burg im Jahre 1277 über einen unterirdischen Gang mit dem Vatikan verbinden. So konnten die Päpste immer wieder Schutz in den Räumen des Castels suchen.

Im 15. Jahrhundert ließen sich die Päpste in der Engelsburg prächtige Wohngemächer einrichten. Auch päpstliche Schatzkammern und das Geheimarchiv fanden ihren Platz in der Engelsburg. Im Mittelalter fand in der Burg die Inquisition statt, ein sehr berühmter Gefangener war Galileo Galilei.

Ihren Namen verdankt die Engelsburg einer Vision Papst Gregors des Großen. Ihm erschien über dem Mausoleum ein Engel, der ihm das Ende der Pest verkündete indem er sein Schwert in die Scheide steckte. Eine derart gestaltete Engelsstatue ziert daher das Dach der Burg.

Vor der Burg liegt die wohl schönste Brücke Roms, die Engelsbrücke, die Kaiser Hadrian als Zugang zu seiner Grabstätte erbauen ließ.

Die Burg und die zu Museen umgebauten Papstgemächer können täglich zwischen 9.00 und 19.00 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 8 Euro (Stand 09/2011).

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