Katakomben

Die unterirdischen Friedhöfe wurden vom 2. bis 5. Jahrhundert von Christen und Juden als Begräbnisstätten genutzt. Es entstanden 60 Katakomben, die teilweise bis zu 30 Meter unter die Erde reichen. Auf den oberirdischen Friedhöfen war nie ausreichend Platz und ein Begräbnis kostete zu viel. So entstanden im Laufe der Zeit unterirdische Grabstätten.

Fünf der Katakomben sind der Öffentlichkeit zugänglich. Da es verboten war, Tote innerhalb der Stadtmauern zu beerdigen, liegen die Katakomben außerhalb der aurelianischen Mauer. Wenn Sie der schaurig schöne Anblick der alten Gebeine interessiert, so können Sie die folgenden Katakomben besuchen:

Die Calixtus-Katakomben, liegen an der Via Appia antica 110 und gehören zu den bekanntesten unterirdischen Begräbnisstätten Roms. Auf 15 Hektar und einem unterirdischen Gangnetz von 20 Kilometern ist ein riesiges unterirdisches Labyrinth entstanden. Mehrere Päpste fanden hier ihre letzte Ruhestätte.

Ebenfalls an der Via Appia antica gelegen sind die Sebastians-Katakomben. Einer Legende nach wurden die Gebeine des Heiligen Petrus und des Paulus in der über den Gräbern errichteten Kirche San Sebastian aufbewahrt.

Nahe der Calixtus-Katakomben befinden sich die Domitilla-Katakomben an der Via delle Sette Chiese 280. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich das Grabsystem dem Besucher auf unterirdischen vier Etagen.

Die Priscilla-Katakomben an der Via Salaria 430 sind nicht so überlaufen wie die an der Via Appia antica. Besonders sehenswert sind frühchristliche Fresken aus dem 2. Jahrhundert. Außerdem findet sich hier die älteste Darstellung einer Madonna.

Ebenfalls für Besucher zugänglich sind die Katakomben bei der Kirche Sant'Agnese fuori le mura an der Via Momentana 349.

Zu beachten ist, dass die Katakomben in den Monaten Januar und Februar meistens geschlossen haben.

Anzeige